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Bordeaux 2011 – Kühle Preise, heiße Köpfe “Ich kaufe und trinke schon seit Jahren keine Bordeaux mehr, die sind preislich nicht mehr von dieser Welt“, so die Aussage eines Weinfreundes, kurz vor dem Abflug nach Bordeaux. Widersprechen kann man da erst mal nicht. Die Preisexzesse kennen seit Jahrzehnten immer nur eine Richtung, jene nach oben. Und das mit einer Regelmäßigkeit und Arroganz, die Wut aber auch Resignation bei den Weintrinkern hervor ruft. Die erste echte Ausnahme ist da 2011, mit der Hoffnung, es wird ein Trend daraus. Die Preise gehen massiv nach unten, vor allem die bekannten Châteaux müssen mit Abschlägen von bis zu 60 Prozent umgehen lernen. Wetterbedingungen – verkehrte Welt Die Anlagen für die trockenen Weißweine hatten mit den Wetterkapriolen weniger zu kämpfen. Ihnen tat der kühle Sommer gut, der Trockenstress wirkte sich lange nicht so dramatisch aus. Vor allem auch, weil hier die meisten Anbauflächen gut Wasser speichernde Böden besitzen. Und das war in 2011 ein maßgebender Faktor, um Qualität „ab Rebstock“ ernten zu können. Und im Süden von Bordeaux? Die Süßweinproduzenten aus Sauternes und Barsac haben mit 2009, 2010 und 2011 ein Jahrhunderttrio in die Geschichtsbücher geschrieben. Perfekte Bedingungen. Die Botrytis kam überfallartig, sah, siegte in kürzester Zeit. Mehr als drei Lesedurchgänge waren sehr selten nötig, man musste zur richtigen Zeit einfach genügend Erntepersonal zur Verfügung haben. Fertig ist ein großer Sauternesjahrgang. EINE DETAILLIERTE EINSCHÄTZUNG DES JAHRGANGS FINDEN SIE IM AKTUELLEN SOMMELIER MAGAZIN! |
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| Hier zum Runterladen: Verkostungsnotizen Bordeaux Primeurs 2011 von Sigi Hiss | |||||||
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